Mann hält Kamera und blickt lachend durch den Sucher
GEO-Büro

c/o Universität zu Köln
Geographisches Institut
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E-Mail:
vgdh@geographie.de

Leitung

des GEO-Büros:
Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Prof. Dr. Frauke Kraas
unter der Mitarbeit von Imke Blacha, Camilla Böttger und Synnøve Mairle

Öffnungszeiten:

Mo – Fr: 10-13 Uhr

Quelle des Fotos: Stephan 2019.

Das Forschungsprojekt „Zukunfts-T/Räume in Ostafrika“ beschäftigt sich mit multiplen gesellschaftlichen Zukunftsvisionen, wie diese raumwirksam werden und gesellschaftlich ausgehandelt werden.

Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Praktiken der Imagination von Zukunft und damit einhergehenden räumlichen Praktiken in ausgewählten Gesellschaftsgruppen in Ostafrika. Es untersucht, wie Zukunft visualisiert wird und welche spezifischen Imaginationspraktiken an der Durchsetzung neuer Raumplanungen und Zukunftsvisionen in Kenia und Tansania mitwirken. Während Ideen von Zukunft in vielen wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert, aber nur am Rande konzeptionell und methodisch durchdrungen werden, stellt sich dieses Vorhaben der Herausforderung, individuelle und gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen zu identifizieren und bei ihrer Analyse insbesondere die visuellen Anteile dieser Imaginationsprozesse zu berücksichtigen. Eine Grundannahme ist dabei, dass Imaginationspraktiken spezifische räumliche und zeitliche Logiken haben, die in der Produktion konkreter Raum- und Zeit-Bilder und auch Raum- und Zeitordnungen resultieren. Als Ausgangshypothese lässt sich formulieren, dass in Gesellschaften unterschiedliche, miteinander konkurrierende Imaginationspraktiken existieren, von denen sich im politischen und gesellschaftlichen Diskurs einige als „mögliche“ Zukunftsvisionen durchsetzen und andere als „unmögliche“ Zukunftsvisionen abgelehnt oder marginalisiert werden. Raum-Bilder (u.a. Karten, Baupläne, Graphiken in Strategiepapieren, Animationen, Fotos, Videos) und (noch) nicht materialisierten Imaginationen sozialer Akteure (u.a. Vorstellungen, Ideen, Wünsche) haben eine entscheidende Rolle in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen über die Zukunft. Die leitende Forschungsfrage dieses Vorhabens lautet:

Wie prägen Imaginationspraktiken unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure die sozial-räumliche Produktion von Zukunft in Kenia und Tansania und welche spezifische Rolle kommt dabei Akteuren des Medien- und des Kunstsektors zu?

Dieses Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel eine konzeptionelle Weiterentwicklung humangeographischer Ansätze zu Imaginationspraktiken und Raum-Bildern (von Zukunft) zu leisten. Weiterhin verfolgt das Vorhaben das Ziel, qualitative Forschungsmethoden, insbesondere (partizipative) visuelle Methoden in der Geographie (weiter) zu entwickeln, und zu ihrer Diskussion und empirischen Validierung in der Geographie beizutragen.

Dr. Christiane Stephan

Geographisches Institut der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn

Förderung: 2020-2022: DFG Sachkostenbeihilfe für Projekt “Zukunfts-T/Räume in Ostafrika. Imaginationspraktiken und Geographie-Machen in Entwicklungskontexten”

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